Mein Gott, laß meine Seele doch, durch deiner Krea-
turen Zier,
Wovon so Erd’ als Himmel voll, in dir gefälligem Ver-
gnügen,
Voll heiliger Betrachtung jetzt und voll Bewundrung,
sich zu dir,
Mit Loben und mit Danken, fügen!
Ich seh den hellen Himmel an. Erquickt durch sein ent-
wölket Licht,
Das, wie aus einem hellen Born, aus der beflammten
Sonne quillet,
Und durch der Stralen feurig Meer des Firmamentes
Tiefen füllet,
Bewundr’ ich nicht nur dieses Wunder; auch mein von
Gott geschenkt Gesicht,
Das sich am Licht, auch an den Schätzen, die es uns zeigt,
ergetzt und nähret,
Und billig den, der jenes schuf und dieß mir schenket,
preist und ehret.
Drauf senk ich Blick und Geist herab, um, an der Erden
bunten Schätzen,
Vom Licht gezeuget und gezeigt, mich, durch die Augen,
zu ergetzen.
Bevor ich nun herab gelange, durchdringt mein Blick
das Reich der Luft,
In welchem mir ein neu Vergnügen, mich etwas aufzu-
halten, ruft,