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1680–1747

Die Maus.

Barthold Heinrich Brockes

Wenn dieß immer weiter gienge! Um nun, nebst dem schnellen Sterben, Eine solche böse Brut auch noch ferner zu verderben, Scheinet eine große Menge Thier und Vögel uns zu

nützen Und uns gleichsam zu beschützen, Recht mit Vorsicht zubereitet. Störche, Raben, Ha- bicht, Eulen,

Füchse, Dächse, Wiesel, Jgel, müssen uns hier Hülf ertheilen; Ja noch viele andre mehr, wie wir denn sogar von Schlangen

Gegen Mäuse Hülf empfangen. Aber auf besondre Weise scheinen gegen Mäus’ und Ra- tzen, Als ein rechter Gegengift, zu der Menschen Nutz, die

Katzen Ganz verwunderlich formiret. Wobey wir uns selbst zuweilen Durch verschiedene Erfindung, Gift und Fallen, Rath

ertheilen. Wie von diesen schlimmen Thieren so verschiedne Sorten seyn, Zeigte mir ein Zufall jüngst, da in einem Schloßthurm

sich (von den Eulen wohl vermuthlich hingetragen) ihrer neun, Und darunter sieben Sorten, welche alle sonderlich,

Und verschiedlich von Figur, auch von Farben, hin- gelegt Und nur erst erbissen funden; woraus denn gar leicht zu schließen,

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