Die kalte Luft, die um uns schwebet, und welche sich mit
uns zugleich
Der Licht- und Lebens-Qvelle nähert, und in der hellen
Sonnen Reich
Zugleich mit uns geführet wird, verspührt derselben war-
men Kraft
(wodurch sie alles labt und nähret) so sanft belebend’ Ei-
genschaft
Am erst- und meisten; wird durchdrungen, wird warm,
verdünnt und ausgespannt:
Die groben Dünste theilen sich, man sieht sie hier und
dort zerstücket
In Wolcken von verschiedner Art, in nicht zu zehlenden Fi-
guren,
Die theils bekannt, theils unbekannt,
Und die das Licht im holden Frühling viel schöner noch, als
sonsten schmücket.
Sie theilen sich bald hier, bald dort, und lassen durch der
Wolcken Schleyer
Der reinen Sonnen Glantz und Feuer,
Dort, durch derselben duncklen Schwall des reinen Him-
mels tieffe Höhn
In einem hellen, heitern, reinen, mehr als Sapphirnen
Blauen sehn,
Doch sieht man jetzt zuweilen auch sich manchen dünnen
Duft erheben,
Und, gleichsam seegelnd, hin und her in neu durchstrahlten
Lüften schweben