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1680–1747

Die Lüchse.

Barthold Heinrich Brockes

Welche Schrecken-reiche Höhle, voller Spalten, voller Klüfte, Welche Last gewölbtert Felsen, voller tief - und dunklen Welch ein würdigs Nest der Thiere, deren heissen Durst nach Grimm, Gefräßigkeit und Bosheit, Hurtigkeit und List und

Jhre ganze Stellung weist! Kann man doch, fast ohne Grauen, Kaum die sichere Copie, weil auch sie fast lebet, schauen. Seht, wie die, bey ihren Jungen, grimmiglich die Zähne bleckt, Wie ein andrer dort bequem seine Tatzen von sich streckt,

Und, auch mit verdeckter Schärfe eingezogner Krallen, schreckt. Einer sieht sich grimmig um. Selber an der jungen Schaar, Wird man eine junge Bosheit, kleine Tücke schon gewahr. Seht, wie jener alle Muskeln, zu dem nahen Raub, bestimmt;

Wie, in seinem scharfen Blicke, recht ein wildes Feuer glimmt! Sehet, wie der große dort mordbegierge Klauen krümmt. Doch warum, macht etwa jemand mir vielleicht hier einen Zeugt, in Lüchsen, die Natur, gleichsam eingefleischte Teufel?

Nicht umsonst. Sie dienen uns. Man kann sie zum Jagen nützen, Und es müssen ihre Bälge uns für scharfe Kälte schützen.

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