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1680–1747

Die lehrende Ruinen.

Barthold Heinrich Brockes

Des grauen Alterthums vorlängst verschwundne Zeiten, So die Vergessenheit schon lange weggerückt, Verjünget Deine Kunst, Du stellst an Seltenheiten, Was gleichsam schon zu nichts geworden war,

Aus Moder, Asch und Graus uns auf das Neue dar. Du zeigest uns nicht nur Die Wunder der Natur, Die Lage, die Gestalt der Länder und der Erden

Aufs allerrichtigste; Du zeigest uns zugleich Die Wunder, so durch Menschen Witz und Stärcke Vor dem gewesen sind, und noch gefunden werden. Da wir durch Deine Kunst hier das vor Augen haben,

Was so viel Secula, was so viel Sand begraben. Denn nichts als eine Last von Steinen Fehlt Deinem Zauberwerck; Erfindung, Ordonantz, Der Masse Richtigkeit,

Worinnen die Vollkommenheit Und Herrlichkeit der Kunst bestehen, Sind hier, in Deinem Riß, aufs deutlichste zu sehen.

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