Wir sahen Gärten in der Luft wohl eh' in alten Zeiten
prangen;
Allein, wer sah wohl eine Jagd, wie hier, in freyen Lüften
hangen?
Es stürzt der Hirsch, zusammt den Hunden, und dennoch
stürzt er nicht herab,
Er scheint in seinem Sprung zu stutzen, und alle schreckt
ihr nahes Grab.
Die Hunde hangen an den Zähnen, sie suchen ihren Tod
zu fliehn,
Und ihrem Fall, der unvermeidlich, durch reges Dreh’n,
sich zu entzieh'n,
Die Wut ist hier in Furcht verwandelt. Nein, beyde
Leidenschaften scheinen,
Wie wenig sie auch sonst vereinbar, in ihrem Blick, sich
zu vereinen.
Wir können eigentlich bemerken, wie sich zugleich der
Hunde Geist,
In ihren aufgerißnen Augen, sich wütig und auch furcht-
sam weist.
Wie schwehr ist sonst ein Hund, der fällt, recht nach dem
Leben vorzustellen!
Hier sieht man hundert Wendungen in so viel unterschiednen
Fällen.
Es läßt uns diese fremde Wahl von Stellungen, die alle
schön,
Daß
schöpflich, seh'n.