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1680–1747

Die Gegenliebe.

Barthold Heinrich Brockes

So lasset uns ihn wieder lieben, da er zum ersten uns ge- liebet! Der angenehmste Gottesdienst, wird darin bloß nur aus- Daß wir ein kindliches Vertrauen zu ihm, in unsern Seelen, Uns, voller brünstgen Zuversicht, in seine Vater Arme legen,

Und die verbothne knechtsche Furcht, für einen ewigen Ty- Als die sein wahres Wesen höhnt, sein ewigs Lieben schimpft, Aus dieser Wurzel wird die Frucht, und zwar die seligste Zu seines Namens Ehr, entspriessen, daß wir, damit wir ihm

In kindlicher, nicht knechtscher Furcht, aus allen Kräften, uns Nach seiner offenbarten Vorschrift, und Regeln der Natur Zu meiden, was wir meiden sollen, zu thun, was Gott zu thun Und uns bemühen, stets zu zeigen, daß man ihn herzlich liebt

Was könnten doch des ewgen Vaters, der ewgen Liebe, Liebes- Doch anders wohl von uns verlangen, als kindlich brünstge Vor allen andern Leidenschaften, die alleredelst’ ist allein, Sich herzlich sehnen, als ein Kind, solch einem Vater werth zu seyn,

Der, wie er uns hervor gebracht, auch unaufhörlich Proben Daß er uns, bloß zu unserm Besten, geliebt, hier liebt und

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