Skip to content
1680–1747

Die Feder.

Barthold Heinrich Brockes

Geschwätzige Zunge, wodurch sich die Seelen, In stummer Beredsamkeit, nah’ und entfernt, Einander ihr Wirken und Leiden erzählen! Beträchtliches Werkzeug, wodurch wir gelernt,

O Wunder! die Geister mit Geistern vermählen, Gedanken verkörpern, erzeugen, erhalten, Und binden, so daß wir, auch wenn wir erkalten, Noch lange der Lebenden Stellen verwalten.

Du stellest den Augen, durch Schatten und Licht, Jm Dunklen der Dinte, bey weißem Papier In leiblich- und sichtbaren Formen uns für, Was in dem Verborgnen der Seelen geschicht.

Cookies on Poetry Cove

We use cookies to remember your language preference and — only with your consent — to learn how Poetry Cove is used. You can change your mind any time.
Die Feder. · Barthold Heinrich Brockes · Poetry Cove