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1680–1747

Die Ehe.

Barthold Heinrich Brockes

Und sich bemüht, sie zu vertragen.) Gelegenheit, aufs neu zu zanken und zu klagen! Die Frau murr’t allezeit Mit ihrem Mann’, und schmälet,

Daß er, ohn’ alle Lieb’ und Zärtlichkeit Sie nicht beklag’t, wie sehr die Schwangerschaft sie quälet, Die ihm gleichwol so Tag als Nacht Verdruß und Eckel macht.

Wenn sie nun beide gar, voll Eifersucht zumal, Mit Gall’ und Bitterkeit sich nähren; Was ist das für ein Creuz! welch eine Höllen-Qual! Ist nun der Ehestand, da er so sehr beschwehrt,

Wol, daß man sich dazu so ängstlich dränge, wehrt? Von dieser Ahrt jedoch sind, leider! wie wir sehen, Die meisten Ehen.

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Die Ehe. · Barthold Heinrich Brockes · Poetry Cove