Mein GOtt! was soll ich dir doch geben
Für alles, was, in meinem Leben,
Mehr als man sinnet, weiß und denckt,
Mir deine Vater Huld geschenckt?
Wenn ich mich selbst und alles meine
Dir, HErr, zur Gabe reichen wollte,
Und alles dir zum Opffer zollte;
So ist es doch schon alles deine.
Es leidet deine Grösse nicht,
Die unermäßlich, zu gedencken,
Ob könne man dir etwas schencken;
Da dir von allem nichts gebricht.
Was aller Himmel Himmel fassen,
Und alle Welt, gehört ja dir;
Und dennoch scheints als wäre mir
Noch etwas zum Geschenck gelassen.
Ich opfre dir, für deine Güte,
Ein, von der Creaturen Zier
Erfülltes, fröliches Gemühte,
Woraus die heisse Danck-Begier,
Für alle Gnade, die uns hier
Dein Gnaden-Will empfinden läßt,
Oft einen frohen Seufzer preßt.