Skip to content
1680–1747

Die beste Gabe der Menschen.

Barthold Heinrich Brockes

Mein GOtt! was soll ich dir doch geben Für alles, was, in meinem Leben, Mehr als man sinnet, weiß und denckt, Mir deine Vater Huld geschenckt?

Wenn ich mich selbst und alles meine Dir, HErr, zur Gabe reichen wollte, Und alles dir zum Opffer zollte; So ist es doch schon alles deine.

Es leidet deine Grösse nicht, Die unermäßlich, zu gedencken, Ob könne man dir etwas schencken; Da dir von allem nichts gebricht.

Was aller Himmel Himmel fassen, Und alle Welt, gehört ja dir; Und dennoch scheints als wäre mir Noch etwas zum Geschenck gelassen.

Ich opfre dir, für deine Güte, Ein, von der Creaturen Zier Erfülltes, fröliches Gemühte, Woraus die heisse Danck-Begier,

Für alle Gnade, die uns hier Dein Gnaden-Will empfinden läßt, Oft einen frohen Seufzer preßt.

Cookies on Poetry Cove

We use cookies to remember your language preference and — only with your consent — to learn how Poetry Cove is used. You can change your mind any time.
Die beste Gabe der Menschen. · Barthold Heinrich Brockes · Poetry Cove