Ich seh das lieblich-grüne Gras,
Wenn es vom Thau des Morgens naß,
Als wie im bunten Feuer glimmen.
Ich seh der Sonne güld’ne Gluht
Auf reiner Bäche glatter Flut,
Als wie ein fliessend Silber, schwimmen.
Durch diesen Schein, durch dieses Glänzen
Entreisset sich die frohe Sele
Aus ihres ird’schen Cörpers Höle,
Aus den ihr sonst gewohnten Grenzen.
Durch dieses Feuers bunten Schein
Wird sie recht als auf einem Wagen
Von Feu’r und Glanz empor getragen.
Sie steigt durch die so schönen Flammen
Zu Dem, aus Dessen tiefem Meer
Von Lieb’ und Licht so manches Heer
Von Sonnen und von Welten stammen.
Sie zündet Jhm der Andacht Kerze,
Zu Seiner Ehr’, in Ehrfurcht an,
Und, weil sie sonst nichts geben kann,
So gibt sie Jhm im Dank ihr Herze.