Warum veränderst du dein sanft- und mildes Wesen,
Geliebte Luft, warum verkehrst du dich?
Warum verändert sich
Dein Säuseln in ein heftig Sausen,
Dein Lispeln in ein wildes Brausen?
Warum wird dein sapphirnes Blau
Jtzt falb und dunkel- grau?
Wie kömmt es, daß du uns entlaubest?
Du raubst dir deinen Schmuck, indem du uns beraubest,
Da wir ja fast für dich allein
So schön geziert gewesen seyn.
Dein Reich war durch die grüne Pracht,
Die wir hervorgebracht,
Ja lustig, angenehm und schön,
Und schöner fast, als wir selbst, anzusehn.
Besinne dich, nimm uns nicht unser Kleid,
Das dich zugleich geziert, mit solcher Heftigkeit.