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1680–1747

Der Regen.

Barthold Heinrich Brockes

Wann aber ein getriebner Luft-Strohm zwo Wolken an einander drängt; So werden viele von den Bläsgen, durch diesen starken Drang, zersprengt.

Das Wasser, woraus sie bestunden, fließt überall und sammlet sich In kleinen oder grossen Tropfen, nachdem der Wind un- ordentlich

Sie abwerts stürzt und durch sie dringet. Sie werden mehr und mehr vereint, Und grösser, wenn sie lange fallen, wie wir dieselbigen hingegen,

Wenn Wolken nah und niedrig hängen, zuweilen unge- mein verkleint, Und öfters fast wie Staub befinden. Je höher Wolk, je grösser Regen.

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Der Regen. · Barthold Heinrich Brockes · Poetry Cove