Dieß ist ebenfalls ein Raubthier, so uns öfters Schaden
thut;
Aber doch ist es nicht minder auch zu vielen Sachen gut:
Jhre Bälge, die sehr schön, da sie für den Frost uns schützen,
Können dem, der sie verkauft, und auch ihrem Käufer
nützen.
Jhrer sind verschiedne Sorten,
Die man, sie zu unterscheiden, Stein- und Edelmarter
nennt:
Letztere bewohnen Bäume, sonderlich die Büch- und Eichen;
Diese wissen jungen Vögeln sehr behende nachzuschleichen,
Ja noch größere zu tödten, da sie gar den Auerhahn,
(so weit gehet ihre Kühnheit) nebst dem Birkhun und
Fasan
Anzufallen sich nicht scheuen, und, wenn sie gleich fertig
fliegen,
Jhren Raub nicht fahren lassen, ihnen auf den Rücken liegen,
Da sie sie denn unauf hörlich und so lang im Fluge beißen,
Bis sie beyd’ herunter fallen, drauf sie selbige zerreißen.
Jhre Losung lässet uns, anders als in allen Thieren,
Einen nicht unangenehmen lieblichen Geruch verspüren.
Diese wohnen in den Wäldern, da die andern sich hingegen
In den Häusern, Scheun’n und Ställen meistens aufzu-
halten pflegen.
Hier wird auch manch Hun erwürgt und viel Flügel-
werk zerbissen,
Die sie aber mehrentheils mit der Haut bezahlen müssen.