Welche finstre Majestät herrscht in diesem ganzen
Thier!
Seiner Nerven, Muskeln, Knochen, riesenförmiges Ver-
band
Zeiget, unter andern Thieren, seinen königlichen Stand.
Eine Art von ernster Großmuth, nebst der Stärke, stellt
ihn mir
Recht als einen Herkules unter andern Thieren für.
Sein beständiger Begleiter, ob er ihn gleich selbst nicht
kennet,
Ist der Schrecken, welcher sich nie von seiner Seite trennet.
Welche starke Brust und Stirn, welche Muskeln, welche
Mähne,
Welche Kiefern, welche Tatzen, welche Klauen, welche
Zähne!
Seiner festen Glieder Bau zeigt ein wahres Bild der Stärke
In bewundrungswerther Gleichmaaß; wovon ich die
Symmetrie
Zu der Absicht eingerichtet und gewirkt, zu welcher sie
Ordentlich bestimmet ist, mit erstaunter Lust bemerke.
Dieß so wohlformirte Thier sehe denn doch jedermann
Als ein prächtiges Geschöpf eines weisen Schöpfers an.