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1680–1747

Der Jgel .

Barthold Heinrich Brockes

Er macht sich selbst zum Spanschenreuter; er pflanzet ei- nen Zaun von Dornen Jm Augenblick um sich herum; er ist von hinten und von vornen

In seiner scharfen Schanze sicher, und er verlässet sich darauf. Droht ihm von außen wo ein Feind, Thier oder Mensch, ihn anzufallen,

Verändert er gleich seine Form und wird zu einem runden Ballen. Das, so an ihm verletzbar ist, den Kopf, die Füße, zieht er ein,

Und dadurch wird er unerkannt, ja, auch erkannt doch sicher seyn. Was fast noch stärker zu bewundern, so braucht er diese seine Waffen,

Um, ohne Hände, doch zu sammeln und sich die Nah- rung zu verschaffen. Wo abgefallne Früchte liegen, da welzt er sich; ein’ jede Spitz

Ist dann, dieselben zu bekommen, so gut, als eine Hand, ihm nütz. Der Stachel dringet in die Frucht, Die Frucht bleibt auf derselben feste,

Da wandert er, mit reicher Beute beladen, bald nach sei- nem Neste. Uns wird von diesem kleinen Thier auch mancher Vor- theil noch gewehrt,

Indem es Mäuse, Frösche, Kröten, und mancherley Ge- würm verzehrt. Sie wissen sich wohl zu verbergen, so daß man sie nicht leicht erkennet.

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