Willkommen kühler, traubenreicher, mit süßem Obst
beladner Herbst,
Der du die Wälder übergüldest, mit rothem Glanz die
Früchte färbst,
Die Welt in bunten Flor verhüllst, das Feld mit feuch-
tem Silber tränkest,
Uns, das mit Lust verzehrte Wild, nebst tausend Schaaren
Vögel schenkest
Von Wachteln, Krammetsvögeln, Lerchen, uns Tische,
Küch' und Keller füllst
Mit süßem Wein und fettem Mastvieh, mit Lust, so
Durst als Hunger stillst,
Und uns, für künftgen Frost, versorgst! Wer kann
die Gaben alle zählen,
Die du uns recht verschwendrisch reichst, daß uns kein
Mangel möge quälen
Jm strengen unfruchtbaren Winter! Wir kommen,
durch dich, auf die Spur
Und finden: Deine schöne Zeit sey recht die Absicht der
Natur.
Es wirkt das ganze Jahr für dich, in dir für uns.
Uns zu ernähren,
Jm Frost, wenn unsre Mutter schläft, den Unterhalt
uns zu gewehren.
Gebenedeyet sey die Liebe, zusammt der Weisheit und
der Macht,
Die, in der wunderreichen Ordnung, uns zeigt, daß
sie an uns gedacht!