Dieses Thier scheint nicht allein uns zum Nutzen nur
gemacht,
Sondern auch zur Lust des Menschen überall hervorge-
bracht.
Alle Glieder eines Hasen kommen weislich überein
Mit der furchtsamen Natur, die dieß Thier vor andern zeiget.
Kopf und Ohren, sonderlich seine lange Hinterbein’,
Welche man sonst Sprünge nennt, die zum Absprung
recht gebeuget,
Dienen ihm zum Schutz im Laufen, und verlängern unsre
Lust,
Wenn sein spielend Ohr die Noth, wenn ihn ein Getöse
schreckt,
Um bey Zeiten sich zu retten, ihm von weitem schon entdeckt.
Seine List ist sonderbar, daß von Spür- und andern
Hunden,
Deren Nasen ihm fatal, seine Spur nicht sey gefunden;
Macht er hin und wieder Sprünge, eh’ er sich ins Lager
legt,
Wohin er, ohn diese Vorsicht, nie sich zu begeben pflegt.
Es ist nicht sein Fleisch allein uns zur Nahrung guter Art,
Nied- und lieblich von Geschmack, angenehm, und mürb
und zart;
Auch sein Balg, das Herz, die Lunge, seine Nieren, seine
Geilen
Sollen in den Arzeneyen manchem Kranken Hülf’ ertheilen.
Haare, Blut und Balg sind nützlich. Stralt denn nicht
aus diesem Thier,
Nebst der Weisheit und der Allmacht, auch des Schöpfers
Lieb' herfür?