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1680–1747

Der Elephant.

Barthold Heinrich Brockes

Ist gleich dieses große Thier selten nur bey uns zu sehen, Da es andern Völkern dient; ist es doch besonders werth, Wegen seiner Größ’ und Klugheit, wodurch Wunder fast ge-

schehen, Daß man, wegen seiner Schöpfung, dessen Schöpfer rühmt und ehrt. Wie von seines Körpers Größe alle andre Thier’ auf

Erden, Sollen sie von seinem Geist gleichfalls, übertroffen werden. Jhrer Körper großer Bau, so wie man davon erzählt,

Gleichet, so an Größ’ als Schwere, gleichsam Bergen, die beseelt. Wie so weit an ihrem Wuchs die Natur die Kräfte dehne, Zeigt allein die Läng’ und Schwere vieler Elephanten-

zähne, Da derselben einige zehn Schuh lang, und, wie sie wollen, Weit mehr als dreyhundert Pfund am Gewichte halten

sollen. Er soll sich zum Kampf, zur Arbeit, nutzbarlich gebrauchen lassen; Er soll, wundersam gelehrig, tausend Künste leichtlich

fassen, Tapferkeit und Treu’ besitzen, und fast wirklichen Ver- stand. Sein gelenker schlanker Rüßel dienet ihm anstatt der

Hand,

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