Hier zeigt sich die Gerechtigkeit, hier wird die Grau-
samkeit gestraft,
Und manch verschlungnes Thier gerochen. Der Auer,
der halb tugendhaft,
Nie, als bis er gereizt, verletzet, bringt mit nicht unge-
rechtem Grimm,
Durch Vorsicht, Tapferkeit und Stärke, den mordbegier’-
gen Gegner üm.
Er drückt die fast gestählten Hörner dem Tieger in die
Därmer ein;
Man hört sein Angst-Geschrey mit Lust, und sieht mit
Anmuht seine Pein.
Man merkt an seiner schwehren Bratzen sich ängstlich-
spreizendem Gewühle,
Auch an dem finstern Feu’r im Aug’, daß er sein nahes
Sterben fühle.
Sein reger schnell-gedreh’ter Schweif wird bald erstarren
und sich strecken,
Und ein von seiner Mörder-Seele verlaßnes starres Aas
entdecken.
Des starken Siegers stramme Sehnen, die er erzürnt zu-
sammen rafft,
Belebt von regen Nerven-Geistern, giebt allen seinen
Muskeln Kraft.
Man sieht, wie hier des Schauers Blick sich an der Grau-
samkeit vergnüge;
Wir sind dem Auer-Ochsen gut, und nehmen Theil an
seinem Siege.