Scheinet nun von allen Thieren eins zu unsrer Lust geschaffen Und zum Vorwurf der Bewundrung, so sind es gewiß die Affen.
Nicht nur in des Körpers Bau, auch in Mienen und Ge- berden, In behenden Handlungen, Munterkeit und Schlauigkeit, In der seltsamen Bewegung Arten und Verschiedenheit
Müssen sie im ersten Grad fast von uns gerechnet werden: Ja für einen Philosophen, da sein Thun so ungemein, Dürft ein Aff zur Ueberlegung wohl ein würd’ger Vorwurf seyn.
Wenn man recht die Trieb’ erwägt, die in Affen zu entdecken, Wie so fern am Leib und Geist sich die Fähigkeiten strecken, Wird fast unsere Vernunft über diese Thiere stutzen, Und darinn von der Natur Ordnungen und Graden sehn,
Wodurch gleichsam auch die Thiere sich zu uns noch mehr erhöhn, Als es fast der Stolz erlaubet: Also kann ein Aff auch nutzen Und zur Demuth gleichsam leiten. Billig fällt hiebey uns ein:
Was für eine Geisterleiter muß wohl nicht vorhanden seyn, Die von uns hinab- auch aufwerts mit so manchen Staffeln führt, Daß weil wir kein End erblicken, die Vernunft sich fast
verliert. Was sie all für Handlungen künstlich nachzuahmen wissen, Auch was sie von selbsten thun, davon werd’ ich schweigen müssen,
Weil die Vielheit gar zu groß. Dieses macht, daß ich allein Zur Betrachtung, daß auch sie uns zu Gut erschaffen seyn, Zur Bewunderung und Dank, wie ich schuldig bin, mich kehre Und so, wie in allen Werken, auch in ihm, den Schöpfer ehre.
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