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1680–1747

Der 148. Psalm.

Barthold Heinrich Brockes

Lobt, ihr Himmel, Gott den Herrn! lobt ihn in der Höh und Ferne, Lobt ihn, alle seine Engel! lobt ihn, alle seine Heere, Lobt den Schöpfer, Sonn und Mond! lobt ihn, alle helle Sterne, Und ihr Himmel allenthalben! auch des Himmels Wasser

Die daselbsten hoch erhoben, Sollen seinen Namen loben! Denn, wenn er gebeut, so bald müssen alle Dinge werden, Er erhält sie, daß dieselben ewiglich und immer stehn,

Er verordnet, daß sie nimmer anders, als sie gehen, gehn. Lobt den Herrn, ihr Wallfisch Heere! alle Tiefen auf der Erden, Feuer, Hagel, Schnee und Dampf, auch die Winde, die sein Auszurichten fertig sind! Berg und Hügel, jeder Ort!

Frucht-Bäum und die hohen Cedern: Vögel, Vieh, Gewürm Jhr Monarchen, alle Leute! Fürsten, alle Richter hier, Jüngling und der Jungfraun Schaar, alt und junge sollen loben, Herr Zebaoth, deinen Namen. Sein Nam ist allein erhoben,

Sein unendlich Lob geht weiter, als der Himmel und die Erde: Er verschaffet, daß das Horn seines Volks erhaben werde. Alle seine Heiligen sollen loben fern und nah, Jsraels Geschlecht, das Volk, das ihm dient, Halleluja!

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