Bebt und zittert nicht der Boden? Welch ein Strampfen
hört man hier?
Welch ein Schnauben füllt die Luft! Weicht! ein wild-doch
schönes Thier
Sprengt daher in vollem Rennen! Halt! es stutzt, es bäumet
sich.
Scheint es doch sich aufzuhalten, daß man recht und eigent-
lich
Seines Cörpers schönen Bau, seines Hufs und Schenkels
Zier,
Seinen edelmüht’gen Anstand, seinen Wuchs betrachten
könne,
Und gebührende Bewundrung Dem, der es erschaffen,
gönne.
Welch ein hell- und ernster Strahl blitzt aus seinem Aug’
herfür!
Die verworrne Mähne flieget. Seht, wie spielt sein
reges Ohr!
Seht, es peitscht sein Schweif die Luft! Seht, wie an ver-
schiednen Stellen,
Von dem wallenden Geblüt, die gedehnten Adern schwellen.
Bricht doch aus geschwärzten Wolken kaum so hell ein Stern
hervor,
Als der Stern an seiner Stirn, von dem dunklen Haar
begrenzet,
Mitten an dem netten Kopf, zwischen beyden Augen, glänzet.
Wie dieß Thier ein Meisterstück von der bildenden Natur;
So ist die durch wenig Striche hier gebildete Figur
Auch des Meisters Meisterstück. Laß dieß Bild das letzte
seyn,
Ich kann dir nicht weiter folgen,
allein.