Das grosse Buch der Welt giebt uns von deinem Wesen,
O Schöpfer aller Welt, viel herrliches zu lesen;
Wohin ich gehe, wo ich stehe
Wohin ich dencke, hör’ und sehe,
Erblick ich überall Bewundrungs-wehrte Schriften,
Die, daß dein’ Allmacht-Hand, aus ew’ger Huld getrieben,
Sie blos, in unsrer Lust, zu deinem Ruhm geschrieben,
Ein unvergänglich Merckmahl stiften.
Es zeiget uns die Schrift der Creaturen,
Ja jeder Buchstab schon allein,
Von deiner Macht ein Licht, und einen hellen Schein
Von deiner Weisheit Spuren.
Gewehnte man sich nur, zu deiner Ehr’,
O GOtt! in dieser Schrift zu buchstabiren;
So würd uns immer mehr und mehr
Dein grosses Wort, ihr wahrer Innhalt, rühren,
Und dieses Wunder-Buch des Himmels und der Erden
Würd’ uns das rechte Buch der Weisheit werden.