Wenn ich den Menschen, nach des Körpers und seines
Geistes Kraft, betrachte,
Und, bey demselbigen, die Absicht, deß, welcher ihn ge-
macht, beachte;
So fällt, bey den Betrachtungen, mir diese Frage billig
ein:
Sollt etwan nicht der Mensch von Gott auch dazu mit
erschaffen seyn,
Daß er der Erden Fläche ziere,
Veränderung und Ordnung mache, die Kreatur dazu re-
giere,
Daß auf dem äußern Kreis der Erde
Das Schöne nicht allein erhalten, nein, alles noch verschö-
nert werde,
Und daß er gleichsam der Natur zu einem Werkzeug die-
nen solle,
Das ihr in ihren Wirkungen und ihre Ordnung auszu-
richten
Behülflich sey, und zugerichtet, daß er ihr helfen könn’
und wolle?
Doch scheint der Mensch ein solches Werkzeug, das, in
Vollbringung seiner Pflichten,
Ein eigenes Vergnügen fühlen, den Schöpfer kennen,
ihn verehren,
Jhn lieben und ihn loben kann.
Ach möchte denn doch jedermann
Die Pflicht verrichten, sich vergnügen, und Gottes Herr-
lichkeit vermehren!