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1680–1747

Das Spiel.

Barthold Heinrich Brockes

Mißbrauchet man der Lust; so wird sie gleich zu Gallen. Ein wenig spielen schadet nicht; Doch muß das Spiel nur bloß zum Zeit-Vertreib gefallen. Ein Spieler hat, nach aller Welt Bericht,

Gar nichts, was menschlich ist, als nur den blossen Schein. Recht ehrlich, und ein Spieler seyn, Ist schwerer, als man glaubet. Die heisse Sucht, nur immer zu gewinnen,

Die ihn des Tages plag’t, des Nachts der Ruh beraubet, Ist ihm ein steter Sporn und Stachel seiner Sinnen. Und wär’ er von Natur der Redlichkeit gewogen; So ist doch dieß der allgemeine Lauf:

Man fänget an, und wird betrogen, Und hör’t als ein Betrieger auf.

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Das Spiel. · Barthold Heinrich Brockes · Poetry Cove