Die grün-bewachsnen Hügel schenen von unten über-
wärts zu steigen,
Und, wenn wir auf denselben stehn, von oben abwärts sich
zu neigen.
Die überall-bewachsnen Seiten, wenn sie kein Ackers-Mann
bebaut,
Deckt Busch-und Strauch-und Kräuter-Werck, insonder-
heit das Farren-Kraut.
Doch ist das aller-angenehmste, wenn auf bebüschter Hü-
gel Höh'n
Wir hoher Wipfel grüne Dächer auf Säulen-gleichen
Stämmen sehn.
Da theils, in steter Nachbarschaft, der Büchen-Eich- und
Linden Schatten,
Die Kühlung allgemein zu machen, gemeinschaftlich sich
gleichsam gatten,
Theils, wenn sie mehr entfernet frehn, durch Schatten-
Strich', im Gegensatz
Vom gelben Korn, vom grünen Klee, die feurig ange-
strahlten Stellen
Noch desto kräftiger erheben, den hellen Schmuck noch
mehr erhellen.
Hier sieht man, ausser sich vor Lust, manch nach der Schnur
beflantzten Platz
Von hohen dunckel-grünen Eichen, als Scenen auf dem
Schau-Platz, stehen,
Wor zwischen weiß-und gelbe Felder dem Gold und Silber
ähnlich sehen.