Der ersten Tafel, linker Hand, bestrahlter Vorgrund ist der Wall, Der mit dem Werkzeug der Bellonen, mit Stücken, die zu Freuden-Schüssen,
Und fremde Schiffe, welche grüssen, hinwieder knallend zu begrüssen, Gott Lob! bisher gebrauchet worden, wohl ausstaffirt, und überall
Das Amt-Haus rings umher umgiebt. Ein zierlich rohtes Schilder-Haus Steht mitten zwischen zwo Canonen. Die Brustwehr macht die Grenzen aus,
Und lässet uns, wo sie sich endet, der sogenannten Kälber- Weide, Nachdem dieselbe aufgebrochen, das lieblich wallende Ge- trayde
In einem bald smaragdnem Schmuck, und bald im güld- nen Glanze, seh'n. Die Grenze dieser fetten Wiese ist die Krystallen- gleiche Fluht
Des äussern tiefen Wasser-Grabens, wovon man hier ein Stück erblicket, Das sich, von dem Schatten schmücket,
Der, nebst zwey hoher Bäume Schatten, auf seiner glatten Fläche ruht, Bey welchen Bäumen, linker Hand, noch ein Paar feiner Häuser stehet,
Wozwischen der gebogne Weg zun Süd- und Wester-Wiesen gehet, Und sich an diesem Orte theilt. Nach diesen Häusern siehet man
Ein fast nicht abzusehend Feld, von Aeckern eine solche Menge, Die, zwischen grün- beblühmten Wiesen, in viele Strich’ und solcher Länge, Zumahl zur Sommers-Zeit, sich strecken, daß, wenn gemäht,
an vielen Orten, Ein unabsichtbar grün Gewand, besetzt mit breiten güldnen Borten, Sie unsern frohen Augen zeigen. Nachhero findet unser
Blick Die Dorfschaft Dös' ein Stück. Zur linken sieht man
mit Vergnügen, Den hohen Thurm zum Neuen-Werk, recht mitten in der Elbe, liegen, Nebst seiner Blüsen, die im Winter, mit der stets unter-
haltnen Gluht, Den Schiffenden zum Pharus dient, und grosse Dienst’ dem Kaufmann thut. Dieß ist der Augen Horizont, indem wir da den Luft-Kreis
sehen Sich gleichsam mit der Fluht verbinden. Laßt uns nunmehr denn weiter gehen, Und schauen, was im andern Fenster, als in der andern
Schilderey, Für eine Menge schöner Vorwürf’, in einer schönen Lage, sey.
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