Ein recht sonderbar Geschöpf, halb ein Hirsch und
halb ein Pferd,
Ist das Elend, das nicht minder unserer Betrachtung
werth:
Sein Geweih ist ganz besonders, und als sonst kein Thier
es träget,
Eines Adlers Schwingen gleich, wenn er sie herunter
schläget.
Von der Klauen saget man, daß sie große Kräfte heget,
Und im Krampf und Nervenschmerzen Linderung und
Hülfe bringet.
Da die Dicke seiner Haut weder Hieb noch Stich durch-
dringet,
Wird mit ihr, an Panzers Statt, im Gefecht, die Brust
umringet.
Seines Körpers Schwere gleicht einer ziemlich starken
Kuh,
Vorn am Halse ist es zotticht, aber glatt nach hinten zu:
Um sein langes Obermaul soll man es nicht vorwerts
gehen,
(daß es nicht im Grafen hindre) sondern rückwerts wei-
den sehen.
Langen Durst und schwere Arbeit ist es tüchtig zu er-
tragen.
Kann man also auch mit Recht von dem Elendthiere sagen,
Daß es einen weisen Schöpfer uns erweis’ und noch
dabey,
Daß es bloß von ihm aus Liebe uns zum Nutz erschaffen
sey.