Mein GOTT! die neu-beblühmte Welt, (In deren wunderbaren Pracht
Du uns die Grösse Deiner Macht,
Und Deiner Liebe, vorgestellt,)
Erregt mein wallendes Geblüte.
Des Himmels rein- und heitres Licht
Erheitert mein vergnügt Gesicht,
Belebt mein schläffriges Gemüthe.
Da diese holde Frühlings-Zeit
Mit Gras und Kräutern unsre Felder,
Mit Frücht’ und Blättern Bäum’ und Wälder,
Der Thier’ und Menschen Blut mit reger Fruchtbarkeit
So schmückt, als füllt; sollt’ unsern Seelen
Es denn allein am Trieb’, auch sich zu schmücken, fehlen?
Und sollten sie allein auf Erden
Unfruchtbar seyn? Geliebte Menschen, nein!
Lasst uns zu dieser Zeit nicht minder
Sie, schön zu schmücken, nicht allein,
Auch zu vermehren, sorgsam werden!
Gedancken sind der Seelen Kinder:
So lasst die Seelen sich bemühn
Auch schöne Kinderchen zu ziehn.
Nun räumet mir vermuthlich ieder ein:
Daß Danck-Gedancken GOTT die liebsten Kinder seyn.