Ovater! der du uns nunmehr
Was unsern Cörper tränckt und nähret,
So reichlich abermahl beschehret,
Nur dir gebühret Danck und Ehr!
Du hast aus Gnaden, uns nicht nur
Aus nichts gezogen, Leib und Leben,
Und so verschiedne Kost gegeben;
Du hast, im Reiche der Natur,
Der Cörper Theile so gefüget,
Daß, was uns nährt, uns auch vergnüget,
Und darzu sonderlich den Mund,
Die Zunge, Zähne, Gaum und Schlund,
So kunst- und wunder-reich formiret,
Daß unser Geist durch sie entdeckt
Die Kraft, die in den Cörpern steckt,
Und im Genuß Verguügen spüret.
Dieß Wunder im Getränck und Essen,
Das uns zugleich auch Nahrung giebt,
Verdient ja wol, daß wir ermessen,
Wie sehr uns unser Schöpfer liebt.
Ach, laß denn, was von deinen Gaben,
O GOtt! wir jetzt genossen haben,
Woraus uns so viel Lust entstund,
Uns nicht allein den Cörper stärcken;
Laß uns, an Seel’ und Leib gesund,
Auch deine Macht und Liebe mercken,
Und, da wir nun gesättigt seyn,
Der Seelen Kraft zu dir allein,
In froher Gegen-Liebe, lencken,
Dir Ehrfurcht, Danck und Andacht schencken,