Da ich zwischen Blumen gehe,
Und, mit tausendfacher Lust,
Tausendfache Farben sehe;
Wird das Hertz in meiner Brust,
Nicht nur durch die bunte Pracht,
Und durch den Geruch gerühret;
Sondern mein vergnügter Geist,
Wird zu dem, der sie gemacht,
Voller Brunst empor geführet.
Von des Schöpfers Wunder-Wesen,
Lässet ihrer Farben-Zier,
In gefärbten Lettern mir,
Viel, auf vielen Blättern, lesen.
Ja, wie wir durch Stimmen uns weiter, als wir
Und wir das, so wir gedencken, dadurch in die Fern’ entdecken:
Also scheint vom Blumen-Heer ebenfals auf allen Seiten
Sich, im lieblichen Geruch, eine Rede zu verbreiten.
Denn sie lassen, GOtt zu Ehren, nicht nur süsse Dünste
Sondern in dem süssen Hauchen
Lauter Lobes-Lieder hören,
Welche der gantz deutlich spührt,
Welcher, wenn der Duft ihn rührt,
Und er sich daran erquicket,
In der Lust des Schöpffers denckt,
Der die Welt so schön geschmücket,
Und ihm so viel Anmuth schenckt.