A. Es währt der Bluhmen Zier ja nur so kurtze Zeit;
Und dennoch wird derselben Pracht
Uns alle Nacht
Geraubt, und können wir an ihnen das, was schön,
Die halbe Zeit von ihrer Daur, nicht sehn.
Mich deucht es scheint hieraus zu fliessen,
Daß sie für uns nicht, wie man glaubt, gemacht.
Wie, nach des Winters Sturm und rauhem Frost im Lentzen
Die Vorwürff’ alle schöner gläntzen;
Und wie, wenn unsre Lust uns die Gewohnheit stöhrt,
Der Wechsel sie uns wieder schencket,
Sie schmacksam macht, und noch vermehrt;
So deucht mich, wenn die Nacht sich zu uns lencket,
Daß es nur bloß zu diesem Zweck geschehe,
Damit man, mit noch grössrer Wonne,
Bey heller Wiederkunft der Sonne,
Sie, nach dem scheiden, wieder sehe.