Wenn unser Geist die Vorwürff' überleget,
Sind sie ein Land, so keinen Cörper heget,
Das er bewohnet, das er sieht.
Es ist die Sonne nicht, die man an Himmel setzet,
Die eigentlich sich zeiget dem Gemüth;
Von einer andern Sonn’, die in uns glüht,
Wird unser Geist, und nicht das Aug’ ergötzet.
Die Gegenwürffe, die so flüchtig seyn,
Die bunten Flächen voll von Klarheit, Glantz und Schein,
Die Felder voller Blüht, voll güldner Aehren Spitzen,
Die Fluth, der Himmel und sein Blau,
Die sind die Schönheit nicht, die ich bezaubert schau.
Von Cörpern gantz umringt, die unsern Geist besitzen,
Sind sie es dennoch nicht, die wir erblicken.
Wenn wir die gantze Welt betrachten und besehen,
Erkennen wir doch nichts, als unsere Jdeen.
Es siehet jederman die Welt verschiedlich an.
Nachdem wir Witz, Verstand und Achtsamkeit empfangen,
Empfinden wir auch mehr der Creaturen Prangen.