Welch eine gottheitwürd'ge Liebe wird in der Ord-
nung nicht gefunden,
Da Gott allhier mit unsrer Lust und Anmuth seinen
Ruhm verbunden;
Denn dadurch, daß ihr seine Werke mit Lust und mit
Vergnügen seht,
Wird seine Weisheit, Lieb und Macht allein geehrt, allein
erhöht.
Dieß ist der wahre Gottesdienst, da Gott so sehr, daß
man ihn ehret,
Nicht (weil er unsers Ruhms nicht braucht) als unsrer
Seelen Lust begehret.
Erkennet denn die große Wahrheit! Hierinn bestehen ihre
Schranken:
Durch Beten dienen wir uns selbst, der Gottheit dient
man bloß durch Danken.