Die Erde bebt, der Boden schüttert,
Der Acker untern Füssen zittert
Vor des Getraydes Segens-Last.
Uns sey, bey diesen frohen Zeiten,
Undankbarkeit und Gram verhaßt;
Man spühre nichts, als Fröhlichkeiten!
Der frohe Fuhrmann jauchzt und singt,
Der kurze Knall der Geissel klingt,
Bis er das Korn zum Scheun-Thor bringt,
Wodurch es sich, mit Mühe, dringt.
Es müssen sich die Garben beugen,
Dieweil das Thor für sie zu klein,
Und sie so hoch geladen seyn,
Drum müssen sie sich zischend neigen.
Dann schwärzet sich des Tages Schein,
Es nimmt ein angenehmer Schatten
Das ganze Vorwerk plötzlich ein,
Die Pferde zieh’n, und stehen kaum,
Als man den angezwängten Baum,
Den sie ganz krumm gezogen hatten,
Erlöset und die Freyheit schenkt.
Worauf sodenn ein muntrer Knecht mit Händen an das
Seil sich henket,
Und oben auf den Wagen schwenket,
Mit einer Gabel, die sich krümmt,
Die Garben in die Höhe hebt,
Wodurch er sich herunter gräbt,
Und sie dahin zu reichen strebet,
Wo man sie von der Gabel nimmt,
Sie da, woselbst sie hin bestimmt,
Auf den erhabnen Balken trägt,
Und sie daselbst in Ordnung legt.