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1680–1747

Alart.

Barthold Heinrich Brockes

Es hatte P.. S.. jüngst sich vorgenommen, seinen Hund, Den treu-und muthigen Alart, recht völlig einmahl satt zu machen; Er warf, des Endes, manchen Bissen von dem, was auf der

Tafel stund, Nebst weiß-und schwartzem Brodt ihm zu. Alart riß den geschlossnen Rachen Bey jedem Wurf schnell von einander, schlang den erhasch-

ten Bissen nieder, Ohn ihn zu kauen und zu schmecken, und schloß den heis- sen Rachen wieder, Mit starrem Blick nach mehr sich sehnend. Ich sah’ Alarts

Betragen an, Daß er von aller Niedlichkeit der ihm gegönnten guten Bissen, Weil er sie ungekäut verschlang, nicht das geringste muste

wissen. Ach, dacht ich bey mir mit Betrübnis, ach leider! daß fast jedermann Mit dem uns zugeworffnen Guten, so uns der Schöpfer

hier beschehrt, Und oft in reichem Maaß uns gönnet, recht eben wie Alart verfährt! An statt uns an Gesundheit, Klugheit, Geld, Ehr’,

und noch viel andren Gaben, Die GOtt uns oft so reichlich schenckt, in frölichem Ge- nuß zu laben,

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