Es hatte P.. S.. jüngst sich vorgenommen, seinen Hund,
Den treu-und muthigen Alart, recht völlig einmahl
satt zu machen;
Er warf, des Endes, manchen Bissen von dem, was auf der
Tafel stund,
Nebst weiß-und schwartzem Brodt ihm zu. Alart riß den
geschlossnen Rachen
Bey jedem Wurf schnell von einander, schlang den erhasch-
ten Bissen nieder,
Ohn ihn zu kauen und zu schmecken, und schloß den heis-
sen Rachen wieder,
Mit starrem Blick nach mehr sich sehnend. Ich sah’ Alarts
Betragen an,
Daß er von aller Niedlichkeit der ihm gegönnten guten
Bissen,
Weil er sie ungekäut verschlang, nicht das geringste muste
wissen.
Ach, dacht ich bey mir mit Betrübnis, ach leider! daß fast
jedermann
Mit dem uns zugeworffnen Guten, so uns der Schöpfer
hier beschehrt,
Und oft in reichem Maaß uns gönnet, recht eben wie
Alart verfährt!
An statt uns an Gesundheit, Klugheit, Geld, Ehr’,
und noch viel andren Gaben,
Die GOtt uns oft so reichlich schenckt, in frölichem Ge-
nuß zu laben,