Mein, durch der hellen Vögel Chöre,
In dem empfindenden Gehöre,
Gerührtes und vergnügtes Herz,
Betäubt durch ihren süßen Scherz,
Denkt, überleget und erwäget
Die Weisheit, welche solchen Klang,
Und herzentzückenden Gesang,
In solcher Thierchen Schnäbel leget.
Der solche schnelle Dehnungskraft,
So lieblichschallend’ Eigenschaft
Den dünnen Lüften eingepräget.
Der uns zu dem Genuß erkohren,
Und uns das Werkzeug unsrer Ohren
Dazu formiret und geschenkt,
Wodurch sich, sonder alle Müh,
Die liederreiche Harmonie
In die gerührte Seele senkt.
Will man nun recht, und menschlich hören;
Muß man des Wohllauts Ursprung ehren.