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1782

Der kluge Held

Gottfried August Bürger

Tags vor der Schlacht gerät ein junger Held In allerlei bedenkliche Bewegung; Nimmt dies und das in ernste Überlegung Und bringt heraus: Dein bißchen Löhnungsgeld

Und Lumpenruhm, mein guter König, Reizt wahrlich unsereinen wenig, Daß er dafür im Mordgemetzel fällt! – Als er kaum fertig ist mit Grübeln,

Läuft er zum Chef: „Sie werdens nicht verübeln, Daß ich, zu meinem bittersten Verdruß, Gerade jetzt um Urlaub bitten muß. Denn ach! mein Vater liegt an Todesenden nieder,

So schreibt man mir; ich seh' ihn sonst nicht wieder; Und ihn verlangt nach mir und meinem letzten Gruß; O gönnen Sie mir seinen Abschiedskuß!“ – „Sehr wohl! versetzt der Chef, und lächelt vor sich nieder;

Reis' hurtig ab, mein Sohn! Denn nach der Bibel muß Dein Vater nach Gebühr von dir geehret werden, Auf daß dirs wohlergeh' und du lang' leb'st auf Erden.“

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