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1778–1842

Wollte Gott .

Clemens Brentano

Meiner Frauen rother Mund, Er brennt recht wie ein rothe Ros', In ihrer ersten Blüth. Er brennt recht wie der roth Rubin,

In Goldes Farb; Er brennt recht, wie ein heiße Kohl, Liegt in des Feuers Glut. Ihr Hälslein weiß, ihr schwarze Aüglein klar,

Darzu trägt sie ein goldfarb krauses Haar; Ihr werther Leib ist weißer als kein Hermelein, Kein Meister lebt auf dieser Erd, Der mirs mahlen könnt so fein.

Wollt Gott, wär ich ein lauter Spiegelglas! Daß sich die allerschönste Frau All Morgen vor mir pflanzieret; Wollt Gott, wär ich ein seiden Hemdlein weiß,

Daß sich die allerschönste Frau An ihrem Leibe trüge. Wollt Gott, wär ich ein roth Goldringelein! Daß mich die allerschönste Frau

An ihre Händlein zwinge; Wollt Gott, wär ich ein Eichhorn traun, Und spräng auf ihren Schooß, Von rechter Liebe sie mich in ihr Aermlein schloß.

Sie küßt mich an mein rosenfarbes Mündlein, Das nehm ich für des Kaisers Gut, Sollt ich drum desto ärmer seyn.

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