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1811

[Wie wird mir? Wer wollte wohl weinen]

Clemens Brentano

Wie wird mir? Wer wollte wohl weinen, Wenn winkend aus wiegendem See Süß sinnend die Sternelein scheinen, Werd' heiter, weich' weiter du wildwundes Herz.

Komm Kühle, komm küsse den Kummer, Süß säuselnd von sinnender Stirn, Schlaf schleiche, umschleire mit Schlummer Die Schmerzen, die schwül mir die Seele umschwirrn.

Flöß' flehend du Flötengeflüster Mir Himmel und Heimat ans Herz, Leucht' lieblich und lispele düster Und fächle, daß lächle im Schlummer der Schmerz.

Sieh! sind schon die Sonnen gesunken, Glück glimmet in Abendlichts Glut Und Finsternis feiert mit Funken, Licht locket ins Leben das liebende Blut.

Wir wanken in wohnsamer Wiege, Wind weht wohl ein Federlein los, Wie's wehe, wie's fliege, wie's liege, Fein fiel es und spielt es dem Vater im Schoß.

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