Skip to content
1808

[Wie Aphrodite einst mit göttlicher Gewalt]

Clemens Brentano

Wie Aphrodite einst mit göttlicher Gewalt In Galatheas kalten Marmorbusen Des Lebens holde Flamme senkte, und Die Liebliche das Licht des Tages grüßte;

So weißt Du, Zauberin, zum höhern Leben, Vom ird'schen, engen, uns empor zu heben. Die Gegenwart, die ängstliche, entflieht, Von der Vergangenheit seh' ich den Schleier fallen,

Die heil'ge Vorwelt zeigt sich mir enthüllt, Und magische Gestalten seh' ich wallen, Wie Isis ernst, und Psyche schön und mild. – Dir ward, fürwahr, das höchste Los gegeben;

Durch Dich erhält die Mythe Leben, Das Schöne, Große aller Zeiten Läßt Du dem Auge still vorübergleiten!

Cookies on Poetry Cove

We use cookies to remember your language preference and — only with your consent — to learn how Poetry Cove is used. You can change your mind any time.
[Wie Aphrodite einst mit göttlicher Gewalt] · Clemens Brentano · Poetry Cove