Unter des lebenden Grünenden Tempels Flüsternde Hallen Komme ich irrend.
Wie sich die Eiche Himmelwärts türmet, Wie in dem Gipfel Ruhet des Mächtigen
Jupiters Fuß. Und in dem Herzen Fühl' ich die Nähe Heiliger Wesen,
Die durch die Zweige Zu dem Olympos Wandeln empor. Führt mich ihr friedlichen
Geister des Haines, Die mich umschweben Lachend und rufend, Führt mich zurück.
Irrende, flüchtige, Tönende Geister, Die ihr mit schäkernden Lispelnden Worten
Irr mich geführt. Hier wo in mondlichen Nächten ihr rauschet, Und um die wohnsame
Herrliche Eiche Tanzend euch schwingt. Wo ich im Taue Freudigen Grases
Von euren flüchtigen Goldenen Sohlen Ehre die Spur. – Hört mich ihr freundlichen,
Die ihr verlorene Götter gepfleget, Die ihr die fliehende Daphne umarmt.
Frohe, geheime, Lindernde Geister, Die in des Waldes Rührigen Schauer
Weben den Trost. Mächtige, lebende, Stärkende Geister, Die in der Stämme
Alter und Jugend Bilden die Kraft. Wenn ich je frevlend Eure geheiligten
Stämme verletzet, O! so verdorre Welkend die Hand. Nimmer auch höhnt' ich
Echo die Jungfrau, Die mit euch wohnet, Teilt ihr vertraulich Liebe und Schmerz.
Führet mich heimwärts! Bin nur ein Wandrer, Bin kein Unsterblicher, Der mit ambrosischen
Bissen sich nährt. Wisset mich hungert, Führet mich heimwärts, Daß ich dem Freunde
Von der Dryaden Hülfreicher Güte Bringe die Mär.
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