Wann mein Schatz Hochzeit macht,
Hab ich einen traurigen Tag:
Geh ich in mein Kämmerlein,
Wein um meinen Schatz.
Blümlein blau, verdorre nicht,
Du stehst auf grüner Heide;
Des Abends, wenn ich schlafen geh,
So denk ich an das Lieben.
O du mein liebes Hergottle,
Was han i der denn thaun;
Daß du mir an mein lebelang,
Net willst heurathen laun.
Jezt will i nimmer betta,
Will net in Kirche gaun;
Geb acht, i kann de nötha,
Du wirst me heura laun.
Adam und Eva, habens Lieben erdacht,
Ich und mein Schätzle habens auch so gemacht.
Mein Gott und mein Herr,
Wie fällt mirs so schwer;
Kein Vater, kein Mutter nit mehr,
Kein lieb Schätzele mehr!
Wegen eim Schätzele trauern,
Das wär mir ein Schand;
Kehr mich nur herummer,
Geb der andern die Hand.
Jin der Kirch, da ist ein Tritt,
Wo man zwei Lieben zusammen giebt.
Hab ein Ringlein am Finger,
Dadurch seh ich nur;
Da seh ich
Seine falsche Natur.
Aus ist es mir dir,
Mein Haus hat kein Thür;
Mein Thür hat kein Schloß,
Von dir bin ich los.
Dort drüben am Rhein,
Da liegen drei Stein;
Dort führt mir ein Andrer
Mein Schätzele heim!
Führt er mir sie heim,
So ist mir es recht;
So ist er der Meister,
Und ich bin der Knecht.