Skip to content
1799

[So bricht das Herz]

Clemens Brentano

So bricht das Herz, so muß ich ewig weinen, So tret' ich wankend auf die neue Bahn, Und in dem ersten Schritte schon erscheinen Die Hoffnungen, der Lohn ein leerer Wahn.

Mit Pflichten soll ich Liebe binden, Die Liebe von der Pflicht getrennt; Und frohe Kränze soll ich winden, Die keine Blume kennt.

Der erste Blick muß schon in Tränen schwimmen, Mir gegenüber steht das stille Haus, Der Orgelton schwillt bang um helle Stimmen, Die blassen Kerzen löschen einsam aus.

Ihr Stimmlein kann ich nicht erlauschen, In Gottes Hand erlosch ihr Licht, Und aus der schlanken Pappeln Rauschen Die stumme Freundin spricht.

Cookies on Poetry Cove

We use cookies to remember your language preference and — only with your consent — to learn how Poetry Cove is used. You can change your mind any time.