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1778–1842

Müllers Abschied .

Clemens Brentano

Da droben auf jenem Berge, Da steht ein goldnes Haus, Da schauen wohl alle Frühmorgen Drey schöne Jungfrauen heraus;

Die eine, die heißet Elisabeth, Die andre Bernharda mein, Die dritte, die will ich nicht nennen, Die sollt mein eigen seyn.

Da unten in jenem Thale, Da treibt das Wasser ein Rad, Das treibet nichts als Liebe, Vom Abend bis wieder an Tag;

Das Rad das ist gebrochen, Die Liebe, die hat ein End, Und wenn zwey Liebende scheiden, Sie reichen einander die Händ.

Ach Scheiden, ach, ach! Wer hat doch das Scheiden erdacht, Das hat mein jung frisch Herzelein So frühzeitig traurig gemacht.

Dies Liedlein, ach, ach! Hat wohl ein Müller erdacht; Den hat des Ritters Töchterlein Vom Lieben zum Scheiden gebracht.

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