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1778–1842

Maria, Gnadenmutter zu Freyberg.

Clemens Brentano

Wunderschön Prächtige, Große und Mächtige, Liebreich holdselige, himmlische Frau, Welcher auf ewiglich,

Kindlich verbinde mich, Ja mit Leib und Seel gänzlich vertrau. Billig mein Leben, Alles beyneben,

Alles, ja alles, was immer ich bin, Geb ich mit Freuden, Maria, dir hin. Weil du ganz mackellos Hat Gott dich Gnaden-Ros,

Der himmlisch Vater sein Tochter genannt, Ja auch der göttlich Sohn, In seinem höchsten Thron Sich zu dir, dich als Mutter bekannt,

Endlich die Ehren Noch zu vermehren Als dir als seiner erwählten Braut, Heiliger Geist sich dir selber vertraut.

Die Sonn begleitet dich, Es unterwirfet sich, Zu deinen Füßen der silberne Mond, Kein Unvollkommenheit

Mindert dein Herrlichkeit, Um dein Haupt machen die Sterne ein Kron; Alles was lebet, Alles was schwebet,

Alles was Himmel und Erde schränkt ein, Muß deiner Majestät unterthan seyn. In diesem Jammerthal Seufzen wir allzumahl,

Zu dir, o Jungfrau, in Elend und Noth; Maria du allein, Wollst unsre Mutter seyn, Wenn die Seel scheidet vom Leib der Tod,

Wenn wir hinreisen, Thu uns erweisen Gnad und Barmherzigkeit bey deinem Thron, Bitt für uns Jesum dein göttlichen Sohn.

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