Skip to content
1778–1842

Jäger Wohlgemuth .

Clemens Brentano

Es jagt ein Jäger wohlgemuth, Er jagt aus frischem freien Muth Wohl unter grünen Linden, Er jagt derselben Thierlein viel,

Mit seinen schnellen Winden. Er jagt über Berg und tiefe Thal, Unter den Stauden überall. Sein Hörnlein thät er blasen,

Sein Lieb wohl auf den Jäger harrt, Dort auf der grünen Straßen. Er spreit den Mantel in das Gras, Bat, daß sie zu ihm nieder saß,

Mit weissem Arm umfangen: „gehab dich wohl mein Trösterin, „nach dir steht mein Verlangen. „uns nezt kein Reif, uns kühlt kein Schnee,

„es brennen noch im grünen Klee, „zwei Röslein auf der Heiden, „in Liebesschein, in Sonnenschein, „die zwei soll man nicht scheiden.“

Cookies on Poetry Cove

We use cookies to remember your language preference and — only with your consent — to learn how Poetry Cove is used. You can change your mind any time.
Jäger Wohlgemuth . · Clemens Brentano · Poetry Cove