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1778–1842

Jagdglück .

Clemens Brentano

Es ritt ein Jäger wohlgemuth, Wohl in der Morgenstunde, Wollt jagen in dem grünen Wald Mit seinem Roß und Hunde;

Und als er kam auf grüner Heid, Da fand sein Herze Lust und Freud, Im Mayen, Am Reihen,

Sich freuen alle Knaben und Mägdelein. Der Kukuk schreit, Der Auerhan falzt, Dazu die Turteltauben,

Da fing des Jägers Rößlein an Zu schnarchen und zu schnauben, Der Jäger dacht in seinem Muth, Das Jagen kann noch werden gut,

Im Mayen, Am Reihen, Sich freuen alle Knaben und Mägdelein. Der Jäger sah ein edles Wild,

Frisch, hurtig und geschwinde, Es war ein schönes Frauenbild, Das sich allda ließ finden; Der Jäger dacht in seinem Sinn:

Zu diesem Walde jag ich hin; Im Mayen, Am Reihen, Sich freuen alle Knaben und Mägdelein.

„ich grüß euch Jungfrau, hübsch und fein, „von Tugend reich und schöne, „was ich in diesem Wald erschleich, „das mach ich mir zu eigen.

„ach, edler Jäger, wohlgestalt, „ich bin nunmehr in eurer Gewalt, „im Mayen, „am Reihen,

„sich freuen alle Knaben und Mägdelein.“ Er nahm sie bei ihrer schneeweißen Hand, Nach Jäger Manier und Weise, Er schwang sie vorne auf sein Roß,

Glück zu! wohl auf die Reise. Drum ist das Glück so kugelrund, Deß freut sich mancher, der mir kund, Im Mayen,

Am Reihen, Sich freuen alle Knaben und Mägdelein.

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