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1778–1842

Ewigkeit .

Clemens Brentano

O Ewigkeit, o Ewigkeit! Wie lang bist du, o Ewigkeit, Doch eilt zu dir schnell unsre Zeit, Gleich wie das Heerpferd zu dem Streit,

Nach Haus der Bot, das Schiff zum Gestad, Der schnelle Pfeil vom Bogen ab. O Ewigkeit, u. s. w. Gleich wie an einer Kugel rund,

Kein Anfang und kein End ist kund; Also, o Ewigkeit an dir, Noch Ein- noch Ausgang finden wir. O Ewigkeit, u. s. w.

Du bist ein Ring unendlich weit, Dein Mittelpunkt heißt Allezeit, Niemahl der weite Umkreiß dein, Weil deiner nie kein End wird seyn.

O Ewigkeit, u. s. w. Hinnehmen könnt ein Vöglein klein, All ganzer Welt Sandkörnlein ein: Wenns nur eins nähm all tausend Jahr,

Nach dem wär nichts von ihr fürwahr. O Ewigkeit, u. s. w. In dir, wenn nur all tausend Jahr Ein Aug vergöß ein kleine Thrän,

Würd wachsen Wasser solche Meng, Daß Erd und Himmel wär zu eng. O Ewigkeit, u. s. w. Den Sand im Meer und Tropfen all,

Sind nur ein Bruch der einen Zahl; Allein schwitzt über dir umsonst, Die tiefste Meß- und Rechenkunst. O Ewigkeit, u. s. w.

Hör Mensch: So lange Gott wird seyn, So lang wird seyn der Höllen Pein, So lang wird seyn des Himmels Freud, O lange Freud, o langes Leid!

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